Guda Marcha!

Die Nacht war kurz. Sehr kurz. Und wir haben gestern Abend „Tourgeschichte“ geschrieben. Es wird das unvergessliche Erlebnis der Tour 2014 werden. Garantiert. Doch was ist passiert?

Der gestrige Tag war ja bekanntlich total verregnet (so wie der heutige auch, die Wolken kitzeln an den Dächern). Gegen Abend machte sich ein unsägliches Hungergefühl breit. Nach kurzer Beratung stand fest, wir organisieren ein Taxi und fahren nach Zawada in das Restaurant „Marcin“.

Die ehrenvolle Aufgabe ein Taxi zu bestellen, wurde mir übertragen. Per Telefon in polnisch. Es hat erstaunlich gut geklappt, jedenfalls hatte ich das Gefühl, mein Gegenüber verstand mich -nur- er hatte nur ein Taxi für maximal 4 Personen (dass habe ich verstanden). Nix Großraum, nix zweites Auto. Wir sind halt auf dem Dorf.

Also Planänderung. Jürgen und mir fiel die Kneipe vom letzten Jahr ein, dort wo Hardy liegengeblieben ist und der Kneiper unsere Maschinen unterstellen wollte. Das sind nur 6 km und diese sollten bei Dauerregen doch zu schaffen sein, mit unseren „alten Ladys“.

Dort angekommen erwartete uns eine perfekt deutsch sprechende Bedienung/Inhaberin. Das Essen war original schlesisch, mit allem was dazugehört. Wir waren verblüfft, doch es sollte noch besser kommen.

Raus aus den Regenkombis
Raus aus den Regenkombis

Wir wollten gerade aufbrechen, als uns in den Sinn kam, doch mal einen anderen Weg zurück durch den Wald zu nehmen. Bei unserem Waldspaziergang ein paar Stunden zuvor hatte ich Wege gesehen, die dort hinführen könnten. Also fragte ich zwei Mädchen (auf polnisch) „Przeprazam, gdje z Dylaki?“ Sie kicherten jedoch nur, drehten sich um und gingen weiter. Hatte ich was falsch gemacht? Kurz hinter den beiden Mädels kam ein Mann, ich stellte ihm die gleiche Frage……..und er antwortete im reinsten Hochdeutsch: „wat, ihr wollt nach Dylaki? Das hätten die Ziegen euch auch sagen können“. Ich war perplex, Steffen und Norman konnten nicht mehr vor lachen. Da steht man in einem kleinen schlesischen Dorf namens „Friedrichsruhe“ und dann das.

Erstmal richtig quatschen ...
Erstmal richtig quatschen …
Gruppen Foto muss sein
Gruppen Foto muss sein

Ich habe diesen Mann spontan auf ein Piwo eingeladen. Kommentar von ihm: „Jetzt werde ich schon in meine eigene Kneipe zu einem Bier eingeladen, das ist gut“. Was dann passierte…..nur kurz: P i W. Und wir mussten noch nach Hause, durch den Wald. Es gab einen Weg. Straße ging nicht mehr.

Die MZ'tten an der Kneipe
Die MZ’tten an der Kneipe

Nur haben wir uns nachts im Wald auf unzähligen Waldwegen verfahren, die Wegbeschreibung war nicht ausreichend (es wurde zuviel an Anhaltspunkten weggelassen). Aber keine Angst – mitten in der Nacht um halb zwölf in irgendeinem polnischen Wald bekommt man Hilfe – wirklich. Man brauch keinen ADAC und nicht mal telefonieren. Jedenfalls hielt so ein Rangerjeep neben uns an (ich glaube wir waren an einem See) und fragte, wo wir hinwollen. Ich sagte in polnisch -> nach Dylaki. Große Augen und dann die Worte „Folgt mir“. Dann gab es eine Waldsafari par excellance, oder mit anderen Worten „artgerechte Haltung für unsere alten Ladys“. Bis vor die Haustür wurden wir eskortiert. „Na Piwek“ zum Abschluß, und ab in die Koje.

So, jetzt gehts erstmal zum Frühstück

Update 12:37 Uhr

Wir sind ca. 100 km vor Posen und essen grad Mittag. Natürlich gab es wieder Jurek mit Brot. Einen kleinen Pitstop an meinem Beiwagen, haben Jürgen und ich auch gleich gemacht. Zwischen Opole und und einem kleinen Dorf in der Pampa, habe ich einen Stabigummi verloren. Jürgen hat ihn noch fliegen sehen.

Roman checkt grad via App ob ein Hotel verfügbar ist. Einige Vorschläge wurden bereits gemacht. Für welches Hotel wir uns entschieden haben, könnt Ihr im nächsten Blog lesen.

Bis später Eure Biker…

Jurek Suppe geht immer
Jurek Suppe geht immer
Update 14:50 Uhr

Pinkelpause ca. 50km vor Posen. Ehrlich gesagt haben wir die Pause gebraucht. Zweimal Latte für die Kubis und drei kleine für den Rest. 🙂

Egal wo wir anhalten, werden wir und die Maschinen erstmal beäugt und kurze Zweitaktgespräche gehalten.
Romanski Polanski ist zum Teil zum Übersetzer mutiert und kann sich gut verständigen.

Kaffee, Kippen, Männerhandtasche... mehr braucht man(n) nicht
Kaffee, Kippen, Männerhandtasche… mehr braucht man(n) nicht
Jürgen ist eine echte Stütze
Jürgen ist eine echte Stütze
Update 18:00 Uhr

Wir sind in Posen an gekommen! Kurze Shoppingtour und dann ab in Hotel. Das Zimmer ist bezogen und die ersten sind frisch geduscht. Roman, Hartmut und Norman werden gleich in die Sauna gehen und es sich richtig gut gehen lassen.

Im Anschluss gehen wir eine Kleinigkeit essen, dann gibt es auch wieder paar Bilder.

4 Comments

  • Andrea

    Guten Morgen nach Polen. Ich freue mich jeden Tag, mit welcher Begeisterung Ihr berichtet. Man merkt richtig, wie viel Spass Ihr habt. Ich finde das so toll Schade, dass es mit dem Wetter nicht so klappt, aber Ihr macht ja das Beste daraus. Ich freue mich aber trotzdem, dass es jetzt dem Freitag entgegen geht. Eure Familien vermissen Euch bestimmt schon so langsam. Die 3 Kubis jedenfalls können den Freitag kaum erwarten. Bis dahin wünsche ich Euch noch wahnsinnig viel Spass Ganz liebe Grüße. Andrea, Rubi und Mara

  • Ulf

    sorry eben ging nicht… beste grüsse aus NB.. auf ein besseres wetter wünsche ich euch… wir hoffen hier heute auch, denn heute ist hochschultag und tommy möchte gern die sache mit 25.000 watt „anblasen“ als referenzobjekt…euch eine gute fahrt… beste grüße ulf

  • Gast

    Hallo Männers,is ja wieder ne tolle Tour.Viel Spass noch auf den letzten Kilometern ,wir freuen uns schon über eure Berichte

  • Karina

    Hi Männer,
    super Seite…
    Habt mich schön vom Arbeiten abgehalten und mit euren Geschichten begeistert
    Ich beneide euch um eure Auszeit, eure Horizonterweiterung, eure Herausforderungen…
    Genießt alles was euch begegnet und habt weiter so viel Freude miteinander…schwappt wunderbar rüber auf den Fotos und in euren Berichten.

    Steffen…für dich ein extra-Gruss…war versprochen
    LG

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