Guten Morgen in die Heimat.

Die Jungs sind wach und die Klamotten auch schon fast gepackt. Gleich geht es zum ausgiebigen Frühstück. Wir sind uns noch nicht ganz einig, ob es zur Marienburg geht, oder ob wir nonstop nach Danzig durchfahren.

Einen Pitstop brauchen wir nicht mehr, dass haben wir bereits gestern gemacht. Soweit war alles ok. Man sieht den Maschinen ihre ca. 850km an. Sie schreien regelrecht nach einem Schaumbad.

Es wird zum Frühstück geblasen… Wir lesen uns später…

Kaffee aus der Tour Tasse schmeckt nicht nur Norman gut
Kaffee aus der Tour Tasse schmeckt nicht nur Norman gut
Ohne Dampf keine Leistung
Ohne Dampf keine Leistung
Update 9:50 Uhr

Etwas Kultur gehört zu unserer Tour, wie dass tägliche Essen und Trinken. Roman hat zielgerichtet eines der größten Wahrzeichen in der Region angesteuert. Ich bin zwar nicht gläubig, aber beeindruckend ist es trotzdem.

Kirche in Święta Lipka
Kirche Święta Lipka
Update 11:55 Uhr

Die Tour ist einmalig schön und führt über alte Straßen und durch verträumte Dörfer. Typisch für masurische Dörfer sind die unzähligen Störche und dessen Nester.

Eines von unzähligen Storch Nestern
Eines von unzähligen Storch Nestern
Update 14:30

Ankunft in Malbork. Quasi ein Heimspiel für Roman und mich. Bis hier sind wir gut durch gekommen. Wir überlegen, ob wird doch gleich nach Danzig durchfahren, denn es sind nur noch 50km. Mehr zu bieten hat definitiv Danzig. Erstmal ein bisschen Fastfood… Wir gönnen uns ein kleine Pizza.

Update 19:15 Uhr

Landeanflug in Danzig. Wir haben unser Quartier an der Danziger Bucht bezogen. Der Ausblick ist einfach sensationell… So schmeckt der Urlaub doppelt so gut. Ab unter die Dusche und eine Kleinigkeit essen. Heute werden wir es ruhig angehen lassen und morgen die City besichtigen.

Yachthafen in der Danziger Bucht
Yachthafen in der Danziger Bucht
Nachtrag 19:30 Uhr

Zusammenfassend für den ganzen Tag halten wir folgendes fest:

Wir sind heute die mit Abstand schönsten und eindrucksvollsten Landstraßen gefahren. An vielen Orten wurde alte Erinnerungen wach. Sei es das Dorf mit den immens vielen Storchennestern oder die „Hardi-Kurve“. Fragt ihn mal bei Gelegenheit, sollte er sich nicht mehr daran erinnern, ködert ihn mit den Worten „ohohoh emie emie“.

Einen Wehmutstropfen gibt es jedoch: An vielen Stellen merkt man, dass ordentlich investiert wird. Dies ist sicherlich für die Region gut, jedoch geht damit nach und nach ein Stück der Urtümlichkeit verloren. In der Wolfsschanze hat man es zuerst gemerkt, heute auf der Fahrt an vielen kleinen Dingen. Da verschwindet die alte Holzmasttelegrafenleitung, aus einem unbeschrankten Bahnübergang wird ein beschrankter, der alte Lattenzaun musste einem eisernen weichen, die holprige Landstraße wurde neu gebaut und um die Dörfer herumgeführt. Neue Bäume an ihr wurden eingespart. Man fährt nun komfortabel, aber der Charme der „alten Zeit“ (Allee) ist Geschichte. Auch werden die alten polnischen Autos immer weniger (ZUK, Polski Fiat und Co.). Aber es gibt sie noch, die urtümlichen Highlights, wo man aus dem Lachen und Staunen nicht mehr rauskommt.

So, genug sentimentales Zeug geschrieben, aber so ist das, wenn eine gewisse Eigendynamik einsetzt. Schließlich war die Masurentour 2011 unsere allererste Fahrt und die Erinnerungen daran sind eingebrannt. Da fällt man schnell mal in den „Vergleichstrott“. Aber das Leben geht ja bekanntlich weiter und uns knurrt gehörig der Magen! In diesem Sinne bleibt uns treu, und wenn Euch gefällt, was wir hier so treiben, dann schreibt einfach einen Kommentar. Euer Kommentar – unser Ansporn.

LG im Namen Aller – Roman

 

One Comment

  • Andrea

    Hallo Biker
    Ganz liebe Grüße aus der Heimat. Wir verfolgen jeden Tag Euren Blog und freuen uns, dass Ihr so viel Spaß habt. Das habt Ihr Euch verdient.
    Weiterhin unfallfreie, sonnige und erlebnisreiche Fahrt wünschen Euch die gesamten Kubis.

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