Guten Morgen!

Ausgeschlafen und gut gestärkt, geht es gleich ins Zentrum von Danzig. Es gibt viel zu sehen und wir haben uns ein kleines Programm zusammen gestellt.

Die Motorräder bleiben heute mal stehen und sind hoffentlich in guten Händen bei unserem Wachmann. Hier noch ein paar Eindrücke von gestern.

Abendliche Impression Danziger Bucht
Abendliche Impression Danziger Bucht
Der Biergarten am Yachthafen Danziger Bucht
Der Biergarten am Yachthafen Danziger Bucht
Update 12:00 Uhr

Ankunft in der Altstadt von Danzig. Es ist immer wieder schön hier. Eine Stadtbesichtigung bei 14 Grad ist einfach angenehm. Aktuell sitzen wir in einem kleinen Kaffee und schmieden einen weiteren Tagesplan. An oberste Stelle steht die Hafenrundfahrt und Besichtigung der Westernplatte.

Altstadt von Danzig
Altstadt von Danzig
Pause & Kaffeezeit
Pause & Kaffeezeit
Einfach nur Relaxen
Einfach nur Relaxen
Update 20:53 Uhr

Mein lieber Steffen hat mir die ehrenvolle Aufgabe übertragen, wieder ein paar Worte in die Heimat zu tippen. Ihr kennt ihn, deshalb konnte, kann und will ich ihm diesen Wunsch auch nicht abschlagen. Also los, unser Tag in Danzig:

Begonnen hat alles mit einem ausgiebigem Frühstück, Grundlage schaffen hieß die Devise, schließlich wollten wir das Tageslicht nutzen. Das Taxi war schnell bestellt und ehe wir uns versahen, standen wir mitten in der Altstadt. Norman kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. So bekamen wir eine ganz persönliche Führung in Sachen Architektur, Stadtplanung und Geschichte der Hanse. Am meisten beeindruckt haben uns die Aufbauarbeiten nach dem Krieg. Wenn man sich alte Bilder anschaut und dann die prachtvoll hergerichteten Häuser – unglaublich was hier geleistet wurde.

Schnell verging die Zeit und uns dürstete nach Kaffee. In der ul. Piwna sind wir eingekehrt, und aus der Tasse Kaffee wurde schnell noch ein Mittagessen. Doch eine Hafenrundfahrt zur Westerplatte musste sein! Um 15 Uhr bestiegen wir standesgemäß das Schiff. An der Westerplatte erwartete uns ein E-Taxi, was uns schnurstracks zum Denkmal brachte. Somit konnten wir die Stunde Aufenthalt hier ideal ausnutzen. Gegen 17 Uhr waren wir wieder in der Stadt und wunderten uns, warum so viele mit „Polska-Schals“ unterwegs waren. Wir erinnerten uns an Breslau….es kann nur ein Fußballspiel sein. Auf der Suche nach was Essbarem besichtigten wir bei der Gelegenheit gleich den Bahnhof, aßen anschließend im KFC und wurden dann endlich (dank Steffen) aufgeklärt. Er sprach auf englisch einen polnischen Jugendlichen an mit den Worten: „Sorry, you speak english?“ Und er antwortete „Of course.“ Wir haben schallend gelacht. Als ob es das natürlichste der Welt sei. Jedenfalls spielt heute Abend Polen gegen Griechenland in Danzig.

Dieser Lacher war noch gar nicht verdaut, als schon das nächste „Mistake“ auf uns wartete. Wir stiegen ins Taxi und ich versuchte in polnisch dem Taxifahrer zu sagen, wohin er uns bringen sollte. Er verstand es auch und los ging die Fahrt. Jürgen machte nach seinem „Checkblick“ einen Kommentar „…der hat schon 492000km auf der Uhr, Airbaglampe an und Motorkontrolleuchte an…“ . Der Taxifahrer guckte etwas schlitzig. Wir fingen/oder versuchten ein Gespräch auf polnisch mit dem Taxifahrer anzufangen. Steffen bediente sich dazu des Fußballspiels Polen-Griechenland. Irgendwas mit Lewandowski hat er gesagt (jedenfalls soweit meine Erinnerungen), als der Taxifahrer plötzlich und unerwartet in perfektem Deutsch antwortete: „Lewandowski spielt nicht mehr.“ Kurzum, wir waren perplex, er hat alles verstanden…. . Das Gespräch entartete, irgendwann wussten wir wie er heißt und das er viele Jahre in Hamburg gelebt hat, seine ganze Familie noch dort ist, und er nur seiner Frau wegen nach Danzig zurückgekehrt ist. Dann fragte er (der Taxifahrer) uns, ob wir den neuen Trabi „Sport“ kennen. Wir verneinten und er sagte, „Doch, den gibt es. Da sind die Turnschuhe gleich im Kofferraum drin“. Schallendes Lachen folgte…..die Situation für uns: Wir in Danzig, ein polnischer Taxifahrer der perfekt deutsch kann und uns dann noch einen Trabiwitz erzählte, den wir nicht kannten. Mehr geht nicht? Doch. Eine Verabschiedung mit den Worten „Moin, Moin“ aus seinem Mund…….Der Vollständigkeit halber sei gesagt, es gab unterwegs noch eine Grundkurs in polnischer Grammatik nebst ein paar neuen Vokabeln. Wie schnell 16 km vorbei sein können.

Nun sitzen wir im Hotel, Norman und Jürgen schieben eine ruhige Kugel (Billard), ich tippe mir die Hornhaut auf oder von den Fingern, Steffen akkadiert mit den Fotos, die gleich im Hintergrund hochgeladen werden und unser Etappenziel für morgen steht fest: Es gibt keins. Wirklich nicht. Wir wollen morgen früh Richtung Stettin starten und sehen, wie weit wir kommen. Alles weitere lassen wir auf uns zukommen. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes.

In diesem Sinne: Liebe Grüße aus Danzig! Euer Roman (PS: Prosze cekas, foto jest.)

Besichtigungsschiff im Danziger Hafen
Besichtigungsschiff im Danziger Hafen
Roman hat immer das Steuer in der Hand
Roman hat immer das Steuer in der Hand
Die Touris werden durch den Hafen gegondelt
Die Touris werden durch den Hafen gegondelt
Jürgen schiebt gern eine ruhige Kugel
Jürgen schiebt gern eine ruhige Kugel
Norman hat ruhige Kugeln auch gern
Norman hat ruhige Kugeln auch gern

One Comment

  • Gast

    WOW, Ihr seht wirklich wunderschöne und sensationelle Orte und Landschaften Ich bin wirklich auf die restlichen Bilder und Geschichten gespannt, die noch folgen werden. Ich wünsche euch für die restlichen Tage eine pannenfreie, lustige und ereignisreiche Zeit. Liebe Grüße aus der Heimat

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