Achtung Achtung, hier ist der Sender „Freie Heide“ mit einem Sonderbericht aus Groß Born.

Heute wurden vier Kameraden auf alten MZ-Motorrädern beobachtet, wie sie sich zuerst in einem privaten Museum über den Truppenübungsplatz erkundigt haben. In weiser Voraussicht ihres Ankommens (Dank an die Nachrichtentruppe) haben wir die VIP-Parkplätze für sie geräumt. Anschließend fuhren sie auf Erkundungstour quer durch die Heide, über Sand- und Schotterpisten, wo sonst nur Wanderer und Radfahrer sich entlang trauen. Das ganze über 12 km! Sie bestiegen sogar den Aussichtsturm und machten Fotos von der Heide. Einer von ihnen hat sich anschließend im Schutz einer Gruppe von 5 Birken hingehockt. Was er tat konnten wir, ohne gesehen zu werden, nicht in Erfahrung bringen.

Anschließend fuhren sie weiter zur Ruinenstadt. Sie haben den Weg dorthin wirklich gefunden. Und nicht nur das, sogar eine Staustufe des Flusses Pila haben sie besucht. Einer von ihnen, der mit einem Beiwagen am Motorrad, scheint eine Panne zu haben. Jedenfalls schlingerte plötzlich sein Hinterrad. Anscheinend änderten sie ihren ursprünglichen Plan und fuhren wieder quer durch die Heide Richtung Heimat. Dabei durchfuhren sie ein riesiges Waldstück (ca. 8 km) ohne sich zu verfahren. Sie änderten abermals die Route und fuhren zur einer alten Wassermühle. Dort angekommen, trauten sie ihren Augen nicht – stand dort nicht eine piekfeine rote MZ TS 250 von 1974 eines Anglers. Und plötzlich kam ein älterer Herr aus einem Haus und bot Hilfe an. Sie bauten an Ort und Stelle das Hinterrad raus und es war ein Lagerschaden. Der ältere Herr kramte diverse Lager hervor, die leider nicht passten. Weiterhin rief er noch beim Gutsbesitzer an, der auch prompt kam. Leider wieder kein Erfolg/Ersatzteil. In der Zwischenzeit hatte der alte Mann in seinem Garten, direkt am See gelegen, den Tisch gedeckt und die Männer zum Essen eingeladen. Als es wieder losgehen sollte, hielt plötzlich noch ein Einheimischer mit dem Auto an. Auch er bot Hilfe an, sie tauschten Telefonnummern aus und fuhren (nachdem sie alles wieder zusammengebaut haben) los. Ein kleiner Zwischenstop folgte noch am Sklep, wo fürs Abendessen eingekauft wurde. Als sie wieder in ihrer Behausung angekommen waren, kam der Eigentümer und bot auch Hilfe an – sein Bekannter betreibt einen Handel für Lager in Neustettin. Er meinte, zu 90% ist das Lager morgen da.

Ende des Berichts.

MZ TS 250 Maschine mit Radlagerschaden
MZ TS 250 Maschine mit Radlagerschaden
Schöne polnische MZ ETS 250
Schöne polnische MZ ETS 250
Normans & Steffens MZ ES  am Straßenrand
Normans & Steffens MZ ES am Straßenrand
Bei diesem Dorf ist die Zeit stehen geblieben
Bei diesem Dorf ist die Zeit stehen geblieben

So ihr Lieben, das ist uns heute widerfahren. Ganz lieben Dank an Christoph (ältere Mann), den Gutsbesitzer und Gabriel Kowalski (!) den Autofahrer. Du bist mitten in der Pampa, wolltest nur was essen – siehst eine TS stehen und plötzlich sind lauter Menschen da die uns helfen und noch zum Essen einladen. Und dann kommt als Krönung noch Herr Kowalski – ein Pole, dessen Vater nach Detroit ausgewandert ist, in den 70ern zurückkam und der fortan in Hamburg lebt.

Seine Frage, ob wir mit ihm „schnacken“ wollen, liegt uns immer noch verblüfft im Ohr.

Alles in allem ein ereignisreicher Tag, den ich mit den letzten Worten von Gabriel zu mir schließe: „Von Polski zu Polski“ (in Bezug auf meinen Namen) – Euer Roman

One Comment

  • Gast

    Liebe Grüße aus der Heimat Eine Tour ohne einen Zwischenfall ist keine richtige Tour. Ich finde es immer wieder beeindruckend wie der Zufall so spielt. Es ist wunderbar, dass ihr immer wieder sehr hilfsbereite Personen trefft, die auch noch Ahnung von der Materie haben. ich hoffe das, dass Wetter schnell besser wird und ihr eure Reise fortsetzten könnt.

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