„When the rain begions to fall….“ oder nass, nasser, am nassesten

Eigentlich wollte ich einen Bericht aus dem Lagezentrum des Katastrophenschutzes Posen schreiben, aber so richtig zum lachen war uns nicht.

Steffen hat es ja schon gesagt, wir sind am Freitag nicht gestartet. Es gab eine Unwetterwarnung für den gesamten Bereich bis Stettin. Ein Blick auf das Wetterradar bestätigte dies umgehend. Sturm, Starkregen, Hagel und Gewitter standen auf dem Plan. Wir haben lange überlegt, was wir machen. Auch das Mieten eines Transporters und die Verbringung nach Stettin am vergangenen Freitag wurde in die Überlegung mit einbezogen. Fahren geht aus Sicherheitsgründen nicht.

Letzendlich entschieden wir uns für die Variante mit Verlängerungsnacht in Posen und Ritt am Samstag nach Neubrandenburg. Nun musste nur noch geklärt werden, was wir mit dem verregneten Tag (Freitag) anstellen, und die Geschichte nahm ihren Lauf……

(tut tut tuuuut….)+++HIER POSTAMT POSEN MIT EINER TELEGRAFIERUNG INS WELTNETZ+++ES FOLGT EIN KURZBERICHT VOM 17.UND 18. JUNI+++ (tut tut tut)

Aufgrund der Witterung wurde kurzerhand eine Shoppingtour angesetzt. Norman wollte ins Decathlon und wenige Minuten später stand das Taxi vor der Tür. Es ging in den Einkaufspark „Auchan“ in Swadzim. Dort angekommen, trennten sich die Wege. Während Steffen und Norman im Decathlon waren, sind Jürgen und Roman ins Baustoffzentrum nebenan. Gegen halb zwei trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen. Anschließend sollte es wieder ins Hotel gehen doch: Problema, Problema. Es fand sich kein Taxi, dass heißt – die Taxis aus Posen dürfen nicht rausfahren und von dem Einkaufspark Personen abholen, da Swadzim nicht mehr zu deren Zone gehört. Sie mussten sich an ein für diese Zone zugelassenes Taxiunternehmen wenden. Dies wurde auch schnell gefunden, jedoch bestand eine Wartezeit von mindestens einer Stunde. Zwischenzeitlich hatte das Unwetter an Fahrt aufgenommen und das Wasser drückte durch das Dach des Einkaufzentrums und die Türen beulten sich durch den Winddruck nach innen. Roman fand heraus, das in circa 20 min ein Landbus fahren würde, der uns wieder an die Stadtgrenze nach Posen bringen würde. Es folgte ein Spurt über den Parkplatz zur Bushaltestelle. Norman mit seinen Adleraugen erspähte ein Taxi, welches gerade vor das Einkaufszentrum vorfuhr und verließ die schützende Bushaltestelle im Sprint. Kurze Zeit später winkte er aufgeregt – wir sollten kommen. Der Taxifahrer wollte eigentlich mit seiner Familie (Frau und Kind) einkaufen, setzte diese kurzerhand ab und nahm uns als Fahrgäste auf – „Nix Problem Kollega“. Wir waren baff und glücklich zugleich. Während der Fahrt sahen wir teilweise entlaubte Bäume und oberarmdicke, heruntergerissene Äste. Im Hotel wieder angekommen, musste darauf erstmal mit einem heißen Kaffee angestoßen werden und Norman bekam den Namen „Mister Decathlon“. Nebenbei lief der Fernseher mit schrecklichen Bildern von Überschwemmungen, umgestürzten Bäumen und Schäden durch das Unwetter aus den Städten Bromberg, Stettin, Pila und Krakau. Wir waren uns einig – alles richtig gemacht.

Wir legten uns hin und holten Schlaf nach. Abends fuhren wir nochmal in die Stadt zum Abendessen. Lange konnten wir nicht machen, schließlich hieß es am Samstag früh aufstehen.

Der Samstag begann mit langen Gesichtern. Keiner hatte so richtig Lust auf die Gewaltetappe, doch es wat mut dat mut. Steffens Analyse der Wetterkarte offenbarte ein trockenes Zeitfenster bis circa 14 Uhr. Es hieß Augen zu und Kilometer machen. Nach 130 km erfolgte der erste Stop bei Gorzow Wielkopolski. Wir zogen uns die Regenanzüge an, die wir bis Neubrandenburg auch anbehalten sollten. Weiter bis Stettin und nach wenigen Kilometern kamen die ersten dicken Tropfen die besonders Jürgen weh taten – zwiebelten sie ihn doch durch die Regenkombi und sein Shirt ordentlich. Die Fahrt über die Schnellstraße war eintönig und so waren wir alsbald in Stettin. Nochmal tanken und dann endlich wieder Landstraße über Prenzlau bis Woldegk. Hier haben wir nochmal kurz was gegessen und die Heimat über unsere voraussichtliche Ankunft informiert.

Bis Neubrandenburg lief die Fahrt ohne Probleme, jedoch verschwanden plötzlich Jürgen und Steffen 800m vor dem Ziel aus dem Rückspiegel. Was war passiert? Steffen hatte einen Platten, direkt an der Kreuzung Sponholzer/Ravensburgstraße. Der arme Kerl musste sein gutes Stück bis nach Hause schieben. Jürgen und Norman halfen ihm (Namen das Gepäck ab – geteiltes Leid ist halbes Leid). Gabi hatte frischen Kaffee und ein paar Brötchen gemacht – wir sind wieder zu Hause.

+++ENDE+++

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