Überarbeitung der Webseite abgeschlossen

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Lange hat es gedauert, aber nun bin ich fast fertig. Die neue Seite bzw. Content Management System ist um gestellt. Dadurch ist es nun möglich, dass sich die Seite auch im „Responsive Design“ präsentierten kann.

Die Reiseberichte müssen noch angepasst werden bzw. die ganzen Bilder von unseren Touren müssen noch verlinkt werden.

Ihr habt Interesse an gemeinsamen Ausfahrten oder Treffen, dann schaut mal hier

 

Pommern Tour 2016 – Letzter Tag

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„When the rain begions to fall….“ oder nass, nasser, am nassesten

Eigentlich wollte ich einen Bericht aus dem Lagezentrum des Katastrophenschutzes Posen schreiben, aber so richtig zum lachen war uns nicht.

Steffen hat es ja schon gesagt, wir sind am Freitag nicht gestartet. Es gab eine Unwetterwarnung für den gesamten Bereich bis Stettin. Ein Blick auf das Wetterradar bestätigte dies umgehend. Sturm, Starkregen, Hagel und Gewitter standen auf dem Plan. Wir haben lange überlegt, was wir machen. Auch das Mieten eines Transporters und die Verbringung nach Stettin am vergangenen Freitag wurde in die Überlegung mit einbezogen. Fahren geht aus Sicherheitsgründen nicht.

Letzendlich entschieden wir uns für die Variante mit Verlängerungsnacht in Posen und Ritt am Samstag nach Neubrandenburg. Nun musste nur noch geklärt werden, was wir mit dem verregneten Tag (Freitag) anstellen, und die Geschichte nahm ihren Lauf……

(tut tut tuuuut….)+++HIER POSTAMT POSEN MIT EINER TELEGRAFIERUNG INS WELTNETZ+++ES FOLGT EIN KURZBERICHT VOM 17.UND 18. JUNI+++ (tut tut tut)

Aufgrund der Witterung wurde kurzerhand eine Shoppingtour angesetzt. Norman wollte ins Decathlon und wenige Minuten später stand das Taxi vor der Tür. Es ging in den Einkaufspark „Auchan“ in Swadzim. Dort angekommen, trennten sich die Wege. Während Steffen und Norman im Decathlon waren, sind Jürgen und Roman ins Baustoffzentrum nebenan. Gegen halb zwei trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen. Anschließend sollte es wieder ins Hotel gehen doch: Problema, Problema. Es fand sich kein Taxi, dass heißt – die Taxis aus Posen dürfen nicht rausfahren und von dem Einkaufspark Personen abholen, da Swadzim nicht mehr zu deren Zone gehört. Sie mussten sich an ein für diese Zone zugelassenes Taxiunternehmen wenden. Dies wurde auch schnell gefunden, jedoch bestand eine Wartezeit von mindestens einer Stunde. Zwischenzeitlich hatte das Unwetter an Fahrt aufgenommen und das Wasser drückte durch das Dach des Einkaufzentrums und die Türen beulten sich durch den Winddruck nach innen. Roman fand heraus, das in circa 20 min ein Landbus fahren würde, der uns wieder an die Stadtgrenze nach Posen bringen würde. Es folgte ein Spurt über den Parkplatz zur Bushaltestelle. Norman mit seinen Adleraugen erspähte ein Taxi, welches gerade vor das Einkaufszentrum vorfuhr und verließ die schützende Bushaltestelle im Sprint. Kurze Zeit später winkte er aufgeregt – wir sollten kommen. Der Taxifahrer wollte eigentlich mit seiner Familie (Frau und Kind) einkaufen, setzte diese kurzerhand ab und nahm uns als Fahrgäste auf – „Nix Problem Kollega“. Wir waren baff und glücklich zugleich. Während der Fahrt sahen wir teilweise entlaubte Bäume und oberarmdicke, heruntergerissene Äste. Im Hotel wieder angekommen, musste darauf erstmal mit einem heißen Kaffee angestoßen werden und Norman bekam den Namen „Mister Decathlon“. Nebenbei lief der Fernseher mit schrecklichen Bildern von Überschwemmungen, umgestürzten Bäumen und Schäden durch das Unwetter aus den Städten Bromberg, Stettin, Pila und Krakau. Wir waren uns einig – alles richtig gemacht.

Wir legten uns hin und holten Schlaf nach. Abends fuhren wir nochmal in die Stadt zum Abendessen. Lange konnten wir nicht machen, schließlich hieß es am Samstag früh aufstehen.

Der Samstag begann mit langen Gesichtern. Keiner hatte so richtig Lust auf die Gewaltetappe, doch es wat mut dat mut. Steffens Analyse der Wetterkarte offenbarte ein trockenes Zeitfenster bis circa 14 Uhr. Es hieß Augen zu und Kilometer machen. Nach 130 km erfolgte der erste Stop bei Gorzow Wielkopolski. Wir zogen uns die Regenanzüge an, die wir bis Neubrandenburg auch anbehalten sollten. Weiter bis Stettin und nach wenigen Kilometern kamen die ersten dicken Tropfen die besonders Jürgen weh taten – zwiebelten sie ihn doch durch die Regenkombi und sein Shirt ordentlich. Die Fahrt über die Schnellstraße war eintönig und so waren wir alsbald in Stettin. Nochmal tanken und dann endlich wieder Landstraße über Prenzlau bis Woldegk. Hier haben wir nochmal kurz was gegessen und die Heimat über unsere voraussichtliche Ankunft informiert.

Bis Neubrandenburg lief die Fahrt ohne Probleme, jedoch verschwanden plötzlich Jürgen und Steffen 800m vor dem Ziel aus dem Rückspiegel. Was war passiert? Steffen hatte einen Platten, direkt an der Kreuzung Sponholzer/Ravensburgstraße. Der arme Kerl musste sein gutes Stück bis nach Hause schieben. Jürgen und Norman halfen ihm (Namen das Gepäck ab – geteiltes Leid ist halbes Leid). Gabi hatte frischen Kaffee und ein paar Brötchen gemacht – wir sind wieder zu Hause.

+++ENDE+++

Pommern Tour 2016 – Tag8

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Update 9:50 Uhr

Die Stimmung ist heute etwas bedrückt, da dass ankündigte Regengebiet Poznan erreicht hat. Typischerweise wurden wir mit gute Laune vom ersten Wachlemming geweckt, aber heute Morgen waren es Blitz, Donner und Regen.

Im Moment sind wir noch etwas unendschlossen wie es weiter gehen soll. Noch eine Nacht in Poznan oder weiter nach Stettin, dann aber bei Regen, oder der Supergau für jeden Biker einen Truck mieten. Sicherheit steht hier an oberste Stelle!

Update 10:30 Uhr

Die Vernunft hat doch gesiegt und wir bleiben noch eine Nacht in Poznan. Leider auf Kosten des Reisekomforts, denn schließlich müssen wir morgen über 300km Wegstrecke bewerkstelligen. Lieber einen Kribbeln im PoPo, als unberechenbares Wetter und unkalkulierbare Straßenverhältnisse bzw. Verkehr.

Pommern Tour 2016 – Tag7

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(es erklingt das Lied:) Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein……

„Pioniere seid bereit – Immer bereit“ Ich begrüße euch zum Morgenappell im City Center Haus Elephant zu Posen mit dem Bericht aus Pommern und Großpolen.

Ich als der verantwortliche Agitator habe die Aufgabe zu rapportieren, was sich die letzten Tage so zugetragen hat:

In Bromberg haben wir erfolgreich die Altstadt erkundet und sind dabei auf das „Kleine Venedig“ gestoßen, ein Nebenarm der Brahe, an dem sich malerisch Restaurant und Bars die Klinke in die Hand geben. Nachdem wir vorgestern Abend dort gespeist hatten, taten diverse durchsichtige Getränke (vornehmlich aus kleinen, eisgekühlten Gläsern) ihr übriges. Ich darf daran erinnern, daß die medizinische Indikation zur Einnahme primär bestand, sekundär jedoch leider in den Hintergrund rückte. Demzufolge hatten wir einen etwas längeren Heimweg, der uns zu Fuß durch die Stadt zum Hotel führte. Aus ursprünglich 2,5 km wurden so schnell 4 km.

Der Morgen danach gestaltete sich dementsprechend langsam, aber wir konnten entspannt gen Posen starten. Die ersten 80 km waren mit dem Härtebefehl versehen – keine Pause! Nach weiteren 60 km gab es dann die nächste an einer kleinen Grillbar kurz vor Posen. Hier haben wir den Inhaber kennengelernt, dessen Freund eine riesige Motorradsammlung ganz in der Nähe hat (über 100 Stück, knapp 20 MZ und eine BK 350 dabei). Leider konnten wir die Einladung aus Zeitgründen nicht eingehen.

Der gestrige Abend klang standesgemäß auf dem Markplatz von Posen aus. Zuvor haben wir noch die alte „Hugger“ Brauerei besichtigt, welche zu einem riesigen Einkaufs-und Erlebnistempel umgebaut wurde (googlet mal nach „Stary Browar Poznan“).

Beeindruckend, wie man Vergangenheit und Moderne verbinden kann.

Schöne Shopping Meile
Schöne Shopping Meile
Moderne Kunst überall
Moderne Kunst überall

Auf dem Markplatz saßen wir umringt von Polen, Holländern und Briten, mit denen wir gemeinsam Fußball sahen. Die medizinische Indikation zur Einnahme von glasklarer, eiskalter Flüssigkeit wurde gemaßregelt und begrenzt, wollten wir doch heute früh ins Museum und anschließend weiterfahren. Wollten……

Zu uns gekommen sind wir heute früh gegen halb/dreiviertel zehn. Dass heißt, eigentlich wurden wir geweckt – vom Redakteur der polnischen Motorradzeitschrift „Motofani“ (www.motofani.com). Er reichte uns ein Exemplar von 2014/2015 und siehe da – ein Bericht über uns von unserem letzten Besuch. (er wurde über unsere Ankunft informiert…) Ums kurz zu machen: Heute bleiben wir noch in Posen, das Hotel ist verlängert, wir gehen gleich ins Museum und haben heute Abend eine Einladung zum gemeinsamen Fußballschauen. Fotos für den neuen Artikel im Jahrbuch 2016 sind bereits gemacht und Tadeusz (so heißt der Redakteur) freut sich riesig, genau wie wir, auf einen schönen Abend!

Motofani Zeitung
Motofani Zeitung
Motofani Bericht aus dem Jahr 2013 ... das waren wir
Motofani Bericht aus dem Jahr 2013 … das waren wir

Genug der Worte! Bitte nehmt folgende Worte in euren Wortschatz auf: Alfa Adolfo, Spiegist, n(nnn)a, mau (wie die Katze), Schwulstgefühl.

Bis morgen – Euer Agitator