Masuren Tour 2015 – Tag4

Blog, Masuren Tour 2015, Reisen, Zweirad
Guten Morgen in die Heimat.

Die Jungs sind wach und die Klamotten auch schon fast gepackt. Gleich geht es zum ausgiebigen Frühstück. Wir sind uns noch nicht ganz einig, ob es zur Marienburg geht, oder ob wir nonstop nach Danzig durchfahren.

Einen Pitstop brauchen wir nicht mehr, dass haben wir bereits gestern gemacht. Soweit war alles ok. Man sieht den Maschinen ihre ca. 850km an. Sie schreien regelrecht nach einem Schaumbad.

Es wird zum Frühstück geblasen… Wir lesen uns später…

Kaffee aus der Tour Tasse schmeckt nicht nur Norman gut
Kaffee aus der Tour Tasse schmeckt nicht nur Norman gut
Ohne Dampf keine Leistung
Ohne Dampf keine Leistung
Update 9:50 Uhr

Etwas Kultur gehört zu unserer Tour, wie dass tägliche Essen und Trinken. Roman hat zielgerichtet eines der größten Wahrzeichen in der Region angesteuert. Ich bin zwar nicht gläubig, aber beeindruckend ist es trotzdem.

Kirche in Święta Lipka
Kirche Święta Lipka
Update 11:55 Uhr

Die Tour ist einmalig schön und führt über alte Straßen und durch verträumte Dörfer. Typisch für masurische Dörfer sind die unzähligen Störche und dessen Nester.

Eines von unzähligen Storch Nestern
Eines von unzähligen Storch Nestern
Update 14:30

Ankunft in Malbork. Quasi ein Heimspiel für Roman und mich. Bis hier sind wir gut durch gekommen. Wir überlegen, ob wird doch gleich nach Danzig durchfahren, denn es sind nur noch 50km. Mehr zu bieten hat definitiv Danzig. Erstmal ein bisschen Fastfood… Wir gönnen uns ein kleine Pizza.

Update 19:15 Uhr

Landeanflug in Danzig. Wir haben unser Quartier an der Danziger Bucht bezogen. Der Ausblick ist einfach sensationell… So schmeckt der Urlaub doppelt so gut. Ab unter die Dusche und eine Kleinigkeit essen. Heute werden wir es ruhig angehen lassen und morgen die City besichtigen.

Yachthafen in der Danziger Bucht
Yachthafen in der Danziger Bucht
Nachtrag 19:30 Uhr

Zusammenfassend für den ganzen Tag halten wir folgendes fest:

Wir sind heute die mit Abstand schönsten und eindrucksvollsten Landstraßen gefahren. An vielen Orten wurde alte Erinnerungen wach. Sei es das Dorf mit den immens vielen Storchennestern oder die „Hardi-Kurve“. Fragt ihn mal bei Gelegenheit, sollte er sich nicht mehr daran erinnern, ködert ihn mit den Worten „ohohoh emie emie“.

Einen Wehmutstropfen gibt es jedoch: An vielen Stellen merkt man, dass ordentlich investiert wird. Dies ist sicherlich für die Region gut, jedoch geht damit nach und nach ein Stück der Urtümlichkeit verloren. In der Wolfsschanze hat man es zuerst gemerkt, heute auf der Fahrt an vielen kleinen Dingen. Da verschwindet die alte Holzmasttelegrafenleitung, aus einem unbeschrankten Bahnübergang wird ein beschrankter, der alte Lattenzaun musste einem eisernen weichen, die holprige Landstraße wurde neu gebaut und um die Dörfer herumgeführt. Neue Bäume an ihr wurden eingespart. Man fährt nun komfortabel, aber der Charme der „alten Zeit“ (Allee) ist Geschichte. Auch werden die alten polnischen Autos immer weniger (ZUK, Polski Fiat und Co.). Aber es gibt sie noch, die urtümlichen Highlights, wo man aus dem Lachen und Staunen nicht mehr rauskommt.

So, genug sentimentales Zeug geschrieben, aber so ist das, wenn eine gewisse Eigendynamik einsetzt. Schließlich war die Masurentour 2011 unsere allererste Fahrt und die Erinnerungen daran sind eingebrannt. Da fällt man schnell mal in den „Vergleichstrott“. Aber das Leben geht ja bekanntlich weiter und uns knurrt gehörig der Magen! In diesem Sinne bleibt uns treu, und wenn Euch gefällt, was wir hier so treiben, dann schreibt einfach einen Kommentar. Euer Kommentar – unser Ansporn.

LG im Namen Aller – Roman

 

Masuren Tour 2015 – Tag3

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Guten Abend in die Heimat!!!

Verzeiht unsere späte Meldung, aber wie heißt es so schön, wir waren heute „Out of Order“ oder anders gesagt: in der Walachei. Nix Internet, nix Telefon. Doch erstmal zurück auf Anfang, Sniadanie (Frühstück)….

Nach ausgiebigem Ausschlafen bis 7:30 Uhr gab es um halb neun ein ordentliches Frühstück. Heute stand ja wie Ihr wisst die Wolfsschanze auf dem Plan und wir wollten früh los. Leider hatten wir gestern vergeblich versucht, einen Guide zu ergattern, diese Spezies scheint hier aber Mangelware zu sein. Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf eigene Faust loszuziehen und uns von unseren Erinnerungen führen zu lassen. Also nichts mit die Motorräder ablasten und aufsitzen bitte!

Die Wolfsschanze war schnell gefunden. Wir wurden sogleich angesprochen, ob wir nicht Lust auf eine Rundfahrt in Zone 2 und 3 machen wollen, natürlich standesgemäß mit einem Armeefahrzeug und Stahlhelm. Fotos dazu – weiter unten.

Nach dieser Tour ging es zu den imposantesten Bunkern, die mir in Erinnerung geblieben sind. Erstaunlich: Es hatte sich nichts verändert. Ein bissel hier und da kraxeln, kurz den Bahnhof suchen, in einen 6 Meter tiefen und 50cm breiten Schacht finden und erkunden, sowie den ihm angeschlossenen Gang durchkriechen und schon war die Uhr eins. Kurz was essen und bei Nieselregen ging es weiter zum Mauerwald.

Hier war alles anders. Ein Bunker (der mit dem Tunnel, durch den Hardi und ich vor 5 Jahren gekrochen waren) war komplett freigelegt und mit einem Museum ausgestattet worden. Natürlich fehlen nicht die entsprechenden Devotionalien. Ein bißchen kam der „Kommerz“Eindruck auf. Ein weiterer Bunker war ebenfalls ausgebaut worden, der setzte allem die Krone auf. Ein nachgestaltetes U-Boot, eine V2-Imitation und nachgebaute „Glocken“ sowie „Hanebu“ waren hier zu sehen. Das einzig bekannte aus alter Zeit war das „Rastenburger Bier“ Blechschild und die „Juno“-Werbung. Highlight war aber wie vor 5 Jahren der Gang durch den Tunnel, den alle erfolgreich absolvierten.

Die Zeit drückte, wir wollten noch zur Schleuse. Mittlerweile war die Sonne wieder auf „volle Leistung“. Einen kleinen Abstecher zu einer „intakten“ Schleuse mitten durch die Pampa machten wir auch noch. Mehr der Zufall hat uns auf ihre Spur geführt. Jedenfalls war nichts offiziell ausgeschildert. Mehr sei heir nicht erwähnt, auch nicht wie und wo die Fotos entstanden sind.

Augenblicklich sitzen wir frisch geduscht vor dem Hotel bei Piwo sokiem und warten auf unser Essen. Wo es uns morgen hintreibt, werden wir anschließend besprechen und Euch wissen lassen.

In diesem Sinne – Smatschnego! (Guten Appetit, wir haben Euch alle lieb).

Masuren Tour 2016 – Tag2

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Guten Morgen in die Heimat!!! (9:40 Uhr)

Wir haben den gestrigen Tag feucht/fröhlich ausklingen lassen. Bromberg ist einfach eine traumhaft schöne Stadt.

Für die Interessierten unter Euch:

  • ca. 350000 Einwohner
  • direkt an der Brache gelegen
  • historische Altstadt
  • Schiffsrundfahrten durch mehrere Schleusen …und, ab diesem Jahr kann man direkt von hier eine Flusskreuzfahrt über Berlin nach Amsterdam unternehmen!

Wir waren gestern anständig essen und haben den Abend in einer urigen Jazzkneipe „El Jazz“ ausklingen lassen. Gegen halb eins waren wir im Bett und augenblicklich „rödeln“ wir die Motorräder auf.

Heute geht es über Bromberg, Allenstein und Sensburg nach Rastenburg. Knapp 300 km liegen vor uns.

Zu gestern noch ein paar Nachträge: Bei Normans Motorrad hat es tatsächlich die neue Batterie gehimmelt. Eine Zelle hat den Geist aufgegeben. Ansonsten gab es keine nennenswerten Vorkomnisse. Außer vielleicht, daß wir gestern Abend vier Runden über ein Autobahnkreuz gedreht haben. Ich habe einfach nicht die Ausfahrt gefunden. Irgendwann habe ich mich entschlossen, daß die Lösung im Unmöglichen liegen muß. Sie sah so aus: Unsere Abfahrt befand sich in der Einfädelungsspur/Beschleunigungsspur (!!!) auf die zweite Autobahn. Auf sowas muß man erstmal kommen (?!?!?!). Ich dachte schon, ich habe irgendwas verpasst.

Naja, ist ja gut gegangen, bis zu dem Punkt, als wir über eine Brücke kamen (bis hier hervorragende Asphaltstraße) und dann ein Waldweg (!!!) begann. Aber wir mussten richtig sein, also ab durch den Wald. Ich gebe zu, an diesem Punkt habe ich an mir gezweifelt, erinnerte mich aber an die Worte eines Freundes, der sagte, daß es hier (in PL) auch Straßen gibt, den den Namen nicht verdienen.

Das Hotel, welches sich idyllisch am Wald gelegen befindet, ist einfach nur traumhaft schön. Es ist knapp 5km von der historischen Altstadt entfernt, aber man merkt von dem ganzen Trubel nichts. Ein echter Geheimtip (Bewertung bei booking.com 8,8). Wir vergeben 10 Punkte!!! (Der Inhaber spricht nebenbei perfekt deutsch und war viele Jahre unter anderem in Neubrandenburg und Umgebung).

So, daß wars erstmal. Es geht los!!!! Drückli und Bussi in die Heimat und danke, daß Ihr uns Eure Zeit schenkt. Wir nehmen Euch dafür in Gedanken mit auf die Reise. Es grüßt für alle – Roman

Update 13:36 Uhr

Zwischenstop in Eylau bereits in den Masuren. Wir haben noch ca. 65km bis Alleinsein. Die Landschaft ist bereits jetzt ein Traum, oder wie würde Norman immer Sagen… „sensationell…“. Bei einem kleinen Salat und dem typischen Zurück,  sitzen wir in der Sonne und genießen den zweiten Tag.

Update 16:00 Uhr

Kurzhalt am Hauptbahnhof von Allenstein. Wir haben schon 230km ohne Probleme hinter uns gelassen. Die Maschinen laufen und laufen…  Die Straßen

laden regelrecht zum gemütlichen Fahren ein. Viele Kurven und viel Wald. Typische Masuren Straßen eben.

Roman hat sich eine Überraschung einfallen lassen. Es geht noch mal zum Haus meiner lieben Oma. Schließlich hat dort alles begonnen und war der Auslöser für unsere erste Reise 2011. JUHU…

Update 17:30 Uhr

Kurz vor Omas Haus. Gleich sind wir da,  wo die Reisen begonnen haben. Mit einem Energie Drink und dem berühmten Hotdogy lässt es sich besser fahren. Der große Planet drückt unaufhörlich von oben und bei gefühlten 30 Grad ist jeder Schattenplatz eine Wohltat. Bis zum Etappenziel für heute sind noch ca. 35km und alle freuen sich auf eine Dusche. Für Roman und mich ist es fast ein Heimspiel, aber trotzdem hat sich in den letzten 5 Jahren viel verändert. Außer die alte Raupe am Rastplatz, sie steht immer noch.

Die Bilder des Tages werde ich im Hotel einstellen, denn hier in der Pampa ist die Internet Verbindung bescheiden.

Update 19:50 Uhr

Nach langem Suchen haben wir unser Hotel gefunden. Es ist nicht mehr da, wo wir es eigentlich erwartet haben. Ein kompletter Neubau und Luxus Zimmer erwarteten uns. Frisch geduscht… geht es gleich zum Essen und ein extra kaltes Piwo Sokiem darf natürlich nicht fehlen. Vorher noch die Fenster auf, damit die Sachen etwas lüften oder besser gesagt trocknen können.

Und nun wie versprochen noch ein paar schöne Eindrücke vom heutigen Tag:

Jeder braucht mal 5min Ruhe
Jeder braucht mal 5min Ruhe
Kuscheln stärkt Zusammengehörigkeit
Kuscheln stärkt Zusammengehörigkeit
Ein polnischer Hotdogy geht immer
Ein polnischer Hotdogy geht immer

 

Masuren Tour 2015 – Tag1

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Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich soweit ist. Meine alte Maschine und ich sollten startklar sein. Die Koffer sind gepackt und der Tank randvoll. Es fehlen nur noch die Jungs. Hier schon mal ein Foto von meinem Tour Motorrad…

Meine MZ 250/1 Reise fertig
Meine MZ 250/1 Reise fertig
Update 7:05 Uhr

Die Jungs sind angekommen. Alles sind nervös und voller Vorfreude auf die Tour. Es geht los…

Gleich geht es los
Gleich geht es los
Update 14:00 Uhr

Wir sind gut durch gekommen ohne große Probleme. Kurz vor Wald hat Norman seine Lotti schlapp gemacht. Möglicherweise Batterie defekt bzw. wird nicht mehr geladen. Nun stehen wir im Zentrum von Wald und legen auf dem Markt einen Pause ein. Wir suchen uns gleich eine Bar, wo wir erstmal was essen,

dann gibt es auch paar Bilder.

Update 14:50 Uhr

Wir haben die City von Walz hinter uns gelassen uns sitzen endlich an einer kleinen Snackbar und können seid heute Morgen eine Kleinigkeit essen. Es liegen noch ca 120km zum ersten Tagesziel vor uns.

Rumsitzen an einer polnischen Raststätte
Rumsitzen an einer polnischen Raststätte
Norman macht noch einen kleine Checkup
Norman macht noch einen kleine Checkup
Fachsimpeln mit einem deutschen Urlauber
Fachsimpeln mit einem deutschen Urlauber
Update 20:15 Uhr

Das Hotel ist erreicht und die erste Dusche haben wir auch schon hinter uns. Was für Anfang…! In Sachen Regen sind wir ja schon vom letzten Jahr kampferprobt und nehmen den leichten Regenguss mal kleine Dusche. Der Weg zum Hotel, war nicht ganz nach unseren Geschmack. Ihr kenn die Waldwege, genau so ein Weg führte zum Hotel. Der Boden war extrem weich und so sind wir mehr gerutscht, als gefahren.

Das Hotel liegt idylisch in einem kleinen Wald, wo sich quasi Hase und Fuchs gute Nacht sagen. So kann der Urlaub anfangen 🙂 Das Zimmer entsprach nicht unserem Geschmack, also habe wir es kurzerhand mit unseren nassen Biker-Klamotten etwas ausgeschmückt. 😉

Gleich geht es in die City zum Abendbrot und Piwo Sokiem. Hier ein Paar Bilder …

Da hat einer die Abfahrt verpasst
Da hat einer die Abfahrt verpasst
Typisch Deutsch, alles in einer Linie
Typisch Deutsch, alles in einer Linie
Glücklich und zufrieden
Glücklich und zufrieden

Masuren Tour 2015 – Vorbereitung

Blog, Masuren Tour 2015, Reisen

Nachdem ich angezählt wurde, warum noch nichts im Blog steht, gibt es hier einen kurzen Zwischenstand:

Es ist kaum zu glauben, aber all unsere Maschinen sind einsatzbereit! Sämtliche Vorarbeiten, Umrüstungen, Durchsichten etc. sind abgeschlossen und uns plagt die berühmte „lange Weile“. So kam Steffen gestern noch auf die Idee, seine vermeintlich verzogene Schwinge an seinem Gespann auszubauen. Kurz nach Beginn seiner Arbeit stellte er dann fest, daß die Schwinge nicht verzogen ist und er nur ein falsches Distanzstück anstelle des Seitenständers einbauen wollte. Also wieder nichts mit Schrauberarbeit.

MZ ETS 250
MZ ETS 250
MZ ES 250/1
MZ ES 250/1
MZ ES 175/1
MZ ES 175/1
MZ ES 250/1
MZ ES 250/1

Aber wo wir gerade bei Schrauberarbeit sind:

Steffen seine „Black Lady“ hat einen neuen Seitengepäckträger bekommen. Die Kenner werden sich gleich fragen, wie das denn geht, da von Hause aus es ja keine Gepäckträger für die /1 gab. Nundenn, geht nicht – gibts nicht und so haben wir uns kurzerhand einen selbst gebaut. Man nehme einfach einen Seitengepäckträger der /2 und biege sich aus Flachstahl entsrechende Halterungen, bohrt dort ein paar Löcher, schneidet Gewinde und verschweißt noch hier und da etwas.

Aufnahmestrebe für Seitengepäckträger
Aufnahmestrebe für Seitengepäckträger
Haltepunkt Seitengepäckträger
Haltepunkt Seitengepäckträger
Selbstgebauter Haltebügel für Seitengepäckträger
Selbstgebauter Haltebügel für Seitengepäckträger
Selbstgebauter Haltebügel für Seitengepäckträger (Seitenansicht)
Selbstgebauter Haltebügel für Seitengepäckträger (Seitenansicht)0

Bewährt hat sich diese Eigenkonstruktion schon die letzten drei Jahre an meiner /1. Wer sie nachbauen möchte – einfach kurze Mail an uns.

So, genug des ersten Blogeintrags von mir, es sind noch 37 Tage…..